Ernährung und Trainingsziel – Der unsichtbare Steuerfaktor im Triathlon
Der Einfluss von Ernährung auf deine Laktatproduktion, gezeigt am Selbstversuch
Die Ernährung vor und während des Trainings bestimmt maßgeblich, welchen Stoffwechsel dein Körper nutzt und damit, ob du dein geplantes Trainingsziel wirklich erreichst.
Bereits eine einzelne Banane kann Zone 2-Training unwillkürlich in höhere Intensitäten verschieben, obwohl deine Herzfrequenz dabei gleich bleibt.
Warum Zone 2 im Triathlon essenziell ist
Zone 2 (bis ca. 2 mmol/l Laktat) trainiert deinen Fettstoffwechsel, welcher je länger die Renndistanz, an Relevanz für deine Leistungsfähigkeit gewinnt.
In dieser Zone lernt dein Körper effizient mit der zur Verfügung stehenden Energie zu haushalten. Die Bildung von Mitochondrien wird gefördert und deine Ökonomie verbessert.

Praxisbeispiel: Banane vs. nüchternes Training
Bei gleicher Leistung (2 x 10 Minuten Bike-Intervalle, Zone 2):
- Nüchtern: 1,5 mmol/l Laktat
- Nach Banane: 2,5 mmol/l Laktat


Schnelle Kohlenhydrate regen die Verwendung von Kohlenhydraten an, erhöhen Laktatproduktion und reduzieren die Verwendung von Fett. Das Trainingsziel „aerobe Basis stärken“ wird sabotiert.

Konsequenzen für eine Leistungsdiagnostik
Nicht standardisierte Ernährung verfälscht deine Leistungsdiagnostik.
Kohlenhydrate mit einem hohen Glykämischen Index vorab beeinflussen deinen Stoffwechsel, was falsche Zonen für Bike und Run ergibt.
Meine Empfehlung für die Ernährung vor der Leistungsdiagnostik
Bevor wir zu der perfekten Ernährung kommen, müssen wir uns noch einmal in Erinnerung rufen, warum wir eigentlich Daten in einer Leistungsdiagnostik erheben möchten. Auf der einen Seite dient diese als gesundheitliches Check-Up, auf der anderen Seite, sollen uns diese Daten im nachhinein im Training begleiten und ein Verständnis dafür schaffen, wie unser Körper bei welcher Belastung arbeitet.
Unser Ziel ist also ganz klar: Optimierung unseres Triathlon Trainings.
Damit wir nun sicherstellen können, dass wir sowohl im Training wie auch bei der Leistungsdiagnostik, ähnlich metabolisch auf einen Reiz ansprechen, empfehle ich meinen Athleten sich vor der Diagnostik genau so zu Ernähren, wie sie es an einem typischen Trainingstag auch tun würden.
Das schafft eine gute Vergleichbarkeit und Einordnung im Training.
