Im zusammenspiel mit deinem Coach und Trainer spielt besonders im Triathlon das richtige Tracken deiner Schwimmeinheit eine entscheidende Rolle, um saubere und auswertbare Trainingsdaten zu erhalten.
Nicht immer liefert das Tracking automatisch saubere Daten, mit denen man auch gut arbeiten kann.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du dein Schwimmtraining so trackst, dass es später möglichst sauber ausgewertet werden kann. Dabei unterscheiden wir zwei Situationen:

1. Training ohne vorgegebenes Workout auf der Uhr
Trainingsplattformen wie TrainingPeaks sind im Ursprung designt um strukturierte .fit-files für Radfahrer und Läufer zu erzeugen. Diese Struktur wurde dann versucht auch auf das Schwimmen zu projizieren. In der realität im Schwimmbad funktioniert das jedoch eher schlecht als recht. Unverständliche Vorgaben auf einem winzigen Uhrendisplay erschweren es dir das Workout gut umzusetzen.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich, dein Schwimmtraining einfach „frei“ zu schwimmen. Zum Beispiel mit einem gedruckten, abgeschriebenen oder auf dem Handy angezeigten Trainingsplan am Beckenrand. Dies vermeidet Frust und Durcheinander.
Hierbei gilt folgendes:
Achte darauf, dass die Poolgröße auf deiner Uhr korrekt eingestellt ist.
25 m oder 50 m.
Unterteile dein Training mit der Lap-Taste.
Drücke nach jedem Set auf deinen Lap-Button. Hierdurch wechselt deine Uhr nach einen Schwimmset in einen Pausen-Modus. Deine Gesamtworkout Zeit läuft weiter. Deine aktuelle Phase wird jedoch bis zum wiederholten drücken des Lap-Buttons als Pause-phase erkannt.
Nutze die Pausenfunktion für lange Unterbrechungen.
Wenn du mehrere Minuten Pause machst (z. B. Trinkpausen), kannst du das Training kurz pausieren. Bei kurzen Intervallpausen reicht der Lap-Knopf.
Beispiel eines Schwimm-Workout Trackings:
So erhält dein Coach eine saubere Struktur mit klar erkennbaren Intervallen und Pausen – selbst ohne vorprogrammiertes Training auf der Uhr.

Smartwatch Button-Belegung am Beispiel einer Garmin Uhr
2. Training mit vorgegebenem strukturierten Workout auf der Uhr
Wenn du dein Schwimmtraining von TrainingPeaks auf die Uhr überträgst, profitiert das Tracking zwar von einer klaren Struktur, bedarf jedoch etwas mehr Verständnis und Vorwissen über das Workout.
- Übertrage das Training korrekt auf die Uhr.
Prüfe auch hierbei, dass das Workout für die richtige Poolgröße eingerichtet ist. Auf deiner Uhr hast du am später kaum noch eine Möglichkeit diese anzupassen. Dies sollte also vorab in der Software schon sauber hinterlegt sein. - Starte die Einheit erst, wenn du wirklich losschwimmst.
Die Uhr erwartet feste Blöcke, wenn du zu lange im Startblock wartest, können Intervalle durcheinander geraten. - Bestätige jeden Abschnitt aktiv und bewusst.
Sollte es vorkommen, dass du aus Versehen zwei mal auf den Lap-Button kommst, überspringt die Uhr sofort eines der Intervalle, welche im Plan standen. Dies kann zu einem gewissen Durcheinander in der Schwimmeinheit führen.
Zusammenfassung
- Freies Training nach Plan am Beckenrand:
Bevorzugt, da du die volle Kontrolle über das Tracking hast und keine Intervalle durch aus Versehenes überspringen verloren gehen. - Strukturiertes Training mit Workout-Datei auf der Uhr:
Erschwert das Training, da du schon vor dem Workout wissen solltest, was auf dich zu kommt. Das kleine Display der Uhr macht das lesen des Workouts schwierig und Intervalle sind sehr statisch ausgeführt, was keine Fehler erlaubt.
Beide Varianten können sehr gut ausgewertet werden, entscheidend ist, wie sauber du mit der Uhr arbeitest.